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Nicola Jappelli
Nicola Jappelli wurde 1975 in Mailand geboren. Er studierte am dortigen Konservatorium Giuseppe Verdi klassische Gitarre bei Paolo Paolini und erhielt 1996 sein Diplom. Er erweiterte seine akademische Ausbildung am Konservatorium „L. Cherubini“ in Florenz. Von 1991 bis 1997 nahm er an zahlreichen Meisterklassen des kubanischen Komponisten und Dirigenten Leo Brouwer teil und perfektionierte hier seine instrumentale Kunstfertigkeit und kompositorischen Kenntnisse.
Sein Interesse an der Spieltechnik und den Klangmöglichkeiten antiker Gitarren führte ihn zum großen böhmischen Gitarristen Pavel Steidl, bei dem er die Musik der Romatik auf historischen Instrumenten studierte. Er besuchte dessen Meisterkurse von 1999 bis 2006 in Innsbruck, Weikersheim, Zwolle und Florenz. Dank eines Stipendiums konnte er 2004 an einem Spezialisierungslehrgang über die Gitarre des 19. Jahrhunderts an der Fondazione Cini in Vendeig bei L. Alvini und P. Steidl teilnehmen.
Nicola Jappelli nahm seit seiner Jugend an nationalen und internationalen Wettbewerben teil und gewann viele Preise, darunter den ersten Preis des Paganini-Wettbewerbes in Parma. Seine professionelle Karriere begann 1992 mit Konzerten in Italien, England, Spanien, Deutschland und der Schweiz.
Er trat bei vielen Konzerten und Festivals sowohl als Solist als auch in verschiedenen kammermusikalischen Besetzungen vom Duo bis zum Quintett auf, u.a.: "Società dei concerti" Mailand, Salone Estense Varese, "Lyceum pro Musica" Florenz, "Festival Pucciniano" Forte dei Marmi, Festival Chitarristico Pordenone, Festival Paganini Parma, Face International Guitar Series Falmouth-England, Fondazione Cini Venedig, Mendelssohn-Stiftung Leipzig-Deutschland, Teatro Dal Verme Mailand, Università Valencia-Spanien, Conservatorio Florenz, Mondomusica Cremona, Konzertreihee “Musica Rara” in der Sakristei der Kirche Santa Maria delle Grazie Mailand, Instituto Cervantes Manila (Philippinen), Instituto Cervantes Palermo, International Guitar Festival Mikulov (Tschechische Republik)).
Seit 2005 ist er Mitglied des Ensemble Sentieri Selvaggi.
In den Jahren 2004, 2006 und 2008 spielte er auf Einladung von RAI Radio 3 eigene und fremde Kompositionen in Live-Sendungen.
2002 nahm er eine CD mit Werken von Fernando Sor, einem Komponisten des 19. Jahrhunderts, auf. Sein zweites Album mit der spanischen Sopranistin Pilar Moral und spanischer Musik des frühen 19. Jahrhunderts von Sor, Castro und Moretti erschien unter demselben Label „Frame“ aus Florenz, das auf technisch und stilistisch hochklassige Ausgaben spezialisiert ist. Sie erhielten sehr wohlwollende Kritiken in den Zeitschriften „Amadeus“, American record guide“, „Suonare news“ und unter www.earlyromanticguitar.com.
In seiner kompositorischen Arbeit verschmelzen verschiedene Elemente, vom Expressionismus zum Minimalismus, zu einer neuen Sprache. Nicola Jappelli schenkt dem formalen Aspekt und damit der Klarheit und Deutlichkeit des Materials, besondere Beachtung.
Durch die Teilnahme an der Meisterklasse von J. MacMillan konnte er seine Erfahrungen erweitern und seinen Kompositionsstil weiterentwickeln. 2002 gewann er den Kompositionswettbewerb „Opera prima“ der „Casa Ricordi“. Sein Werk wurde im Piccolo Teatro in Mailand durch das Ensemble Sentieri Selvaggi aufgeführt.
Seine Kompositionen erschienen in den italienischen Verlagen „Rugginenti“ und „Sinfonica“ sowie bei dem deutschen Verlag „Daminus“ und wurden von der internationalen Kritik positiv aufgenommen. Jappelli hat Werke für verschieden Instrumente und Besetzungen geschrieben (Solo-Gitarre, Zwei Gitarren,, Gitarre und Flöte, Gitarre und Klarinette, Gitarre und Streichorchester, Klavier, Orgel, Orchester, Chor, Streichquartett und andere Kammermusikbesetzungen).
Sie wurden von verschiedenen international geschätzten Solisten und Ensembles in Japan, den USA, in Mexiko, Brasilien, England, Slowakei, Griechenland, Tansania, Polen, Bulgarien, Indonesien sowie in vielen Städten Italiens aufgeführt.
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